»Johari Window«
ca. 1 Meter x 1 Meter,
abstrakte Malerei;
Acryl auf sechs Leinwänden,
2006
aus der Bilderserie
»Imago 2007«
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Die Gestaltung dieses Bildes fußt auf der Theorie der amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham (daher das Akronym Johari), derzufolge Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sich nicht entsprechen und es vielmehr Bereiche des Verhaltens gibt, in denen anderen unbeabsichtigt Mitteilungen über die eigene Person gemacht werden, während große Bereiche der eigenen Wahrnehmung indes verborgen bleiben. Das von ihnen entwickelte „Fenster“ markiert vier entsprechende Bereiche – den des freien Handelns, des so genannten Blinden Flecks, des bewussten Verbergens und den des Unbewussten.
Das Kunstwerk »Johari Window« des Künstlers Dirk Jakobs setzt genau diese Theorie gestalterisch um, sowohl farblich als auch in der Anordnung geometrischer Figuren (Dreieck, Quadrat). Jedoch galt es, die erwähnten vier Sektionen um weitere zwei zu ergänzen. Diese nämlich reflektieren jene vier Bereiche und wiederholen ihre Kennzeichen – und zwar farblich wie auch hinsichtlich der geometrischen Figuren.
Jakobs` hochraffiniertes Prinzip der Spiegelung des Spiegels erscheint hier gleichsam als Zugriff in die Unendlichkeit, zugleich als Kenntlichmachung der Tiefe der menschlichen Psyche.
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